
1852 gegründet entstand nach
rascher Unternehmensentwicklung 1872 eine Aktiengesellschaft mit dem Namen
„Werkzeugmaschinenfabrik UNION Chemnitz“. Zu dieser Zeit wurden neben
Werkzeugmaschinen, wie Hobelmaschinen, Drehmaschinen, Fräsmaschinen,
Bohrmaschinen und Zubehör auch Textilmaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen,
Pumpen und andere technische Erzeugnisse produziert. Nach ersten Erfolgen
mit Bohrwerken und Fräsmaschinen 1875 spezialisierte man sich mehr und mehr
auf diese Produktsparte. Trotz massiven Geschäftseinbrüchen zu Zeiten des
ersten Weltkrieges wurde der heute denkmalgeschützte und einzig erhaltene
Teil des Altwerkes, der Galeriehochbau fertig errichtet. Nach weiteren
Krisen wegen der Inflation 1923 verlief die Betriebsentwicklung 1937-1940
sehr positiv. In der Nacht vom 05. zum 06. März 1945 zerstörten 900
Flugzeuge Chemnitz, wobei auch die UNION stark getroffen wurde. Zu allem
Übel wurden auch noch nach Kriegsende alle funktionstüchtigen Maschinen von
den Besatzern demontiert. 1946 wird der Betrieb als Schlüsselbetrieb beim
Wiederaufbau erklärt und beginnt mit einem Maschinenpool aus Restbeständen
bestehend, eine Produktion in die Sowjetunion im Rahmen von
Reparationsleistungen. 1948 wird der Betrieb Volkeigentum und VEB
Werkzeugmaschinenfabrik UNION, Chemnitz. 1970 wird die Fabrik dem
Werkzeugmaschinenkombinat „Fritz Heckert“ angeschlossen. Nach der Wende
wurde 1990 daraus die UNION Sächsische Werkzeugmaschinen GmbH, Chemnitz.
Nach mehreren Weiterverkäufen und rückläufigen Geschäften schien am
31.5.1996 das Aus bei einer Gesamtvollstreckung unausweichlich. Gerettet
wurde die Firma durch die Bildung einer Mitarbeitergesellschaft von 100
Mitarbeitern mit je 10.000 DM Kapital. Mit hoher Qualität und guten Preisen
konnte sich das Unternehmen bis heute mit 174 Mitarbeitern gewinnbringend am
Markt halten.
Die hier gezeigte Halle des Altwerkes gehört nicht mehr zu den aktiven
Betriebsteilen der Union. |